Erinnerungen und Vergangenheit

Erinnerungen sind Erlebnisse in der Gegenwart, im Jetzt. Sie vermitteln uns den Eindruck, es habe eine Vergangenheit gegeben mit konkreten von uns erlebten Inhalten.

Ebensowenig wie man mit letzter Sicherheit wissen kann, ob den Wahrnehmungen einer äußeren Welt auch eine unabhängig vom wahrnehmenden Subjekt existierende äußere Welt zugrunde liegt, und wenn, was für eine, ebensowenig kann man wissen, ob den Erinnerungen eine wirklich erlebte Vergangenheit zu grunde liegt, und wenn, welche. Das hört sich natürlich verrückt an. Aber auch  Russell vertrat die Auffassung, daß kein logischer Beweis dafür möglich sei, daß die Welt nicht erst vor fünf Minuten entstanden ist, inklusive aller Menschen und aller ihrer Erinnerungen an eine Vergangenheit.

Es ist in Tierexperimenten bereits gelungen, künstliche Erinnerungen zu schaffen.

Die Auffassung, es habe keine Vergangenheit gegeben, ist im praktischen Leben unsin-nig. Wenn man aber anfängt zu philosophieren, dann wird die Vergangenheit dubios. Dann kann man zur Auffassung kommen, daß es eigentlich nur die Gegenwart gibt. Allerdings mit immer neuen Inhalten.

Sehen Sie hierzu auch den philolex-Beitrag "Zeit".


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