Kritik an der Überbewertung der Sprache
Die Bedeutung der Sprache will ich gar nicht geringschätzen, denn wenn wir denken bzw. philosophieren, dann machen wir dies mit Worten und Grammatik. Allerdings sehe ich es so, daß die Dinge oder Beziehungen unabhängig und vor den Worten existieren. Auch Gesetze der Mathematik, der Logik und der Dialektik bestehen unabhängig von der Sprache. Ich halte deshalb nichts davon, die Sprache als das aller Wichtigste, als das Ausschlaggebende anzusehen. Die Sprache ist ein sehr wichtiger Bestanteil des Philo-sophierens. Nicht weniger und nicht mehr. Z. B. das Rätsel meiner Existenz, daß ich überhaupt existiere, daß überhaupt etwas existiert, läßt sich mit Sprache nicht auflösen.