Robinson Crusoe hat auf seiner einsamen Insel alle Arbeiten, die für sein Überleben nötig waren, allein machen müssen. Wenn Menschen in Gruppen leben was die Regel ist dann teilen sie sich die Arbeit und zwar in dem Sinne, dass sie verschiedene Tätigkeiten verrichten, für die sie ausgebildet oder besonders begabt sind, die aber jede für sich allein nicht reichen würde um einem Menschen oder der Gattung Mensch das Überleben zu ermöglichen. (Beispiel: Bauer, Müller, Bäcker, Lieferant, Verkäufer.)
Vielleicht hat es auch schon in ganz früher Zeit Menschen gegeben, die geschickter darin waren Waffen herzustellen (Pfeil und Bogen, Lanze, Axt etc.) als sie zu benutzen, während andere geschickter darin waren, Waffen zu gebrauchen als sie herzustellen. Daraus könnte sich dann eine Arbeitsteilung der Handwerker und Jäger entwickelt haben. Der Handwerker kann ohne den Jäger nicht leben, denn seine Waffen kann er nicht essen. Und der Jäger kann ohne den Handwerken nicht leben, den mit bloßen Händen läßt's sich schlecht jagen.
Im weiteren Verlauf der Geschichte haben die Menschen ihre Waffen, später ihre Werkzeuge, ihre Produktionsverfahren, noch später dann ihre Maschinen - sprich die Technik und Wissenschaft - immer weiterentwickelt und damit aber auch immer mehr spezielle Berufe entwickelt. In der heutigen Welt gibt es viele Tausende verschiedene Tätigkeiten, für die häufig eine kürzere oder längere Ausbildung erforderlich ist. Diese Arbeitsteilung ist Voraussetzung für unseren heutigen Lebensstandart, der erheblich höher ist, als der Lebensstandart der Menschen in der Steinzeit. Das Ergebnis ist aber, dass heute fast kein Mensch mehr allein existieren könnte. Er braucht für sein Leben die ganze Gesellschaft. (Sehen Sie dazu auch Ökonomie.)