"Der Beginn aller Wissenschaften ist das Erstaunen,
daß die Dinge sind, wie sie sind."     Aristoteles



Wissenschaft

 Kurzdefinition von Wissenschaft
 Die verschiedenen Wissenschaften und Wissenschaftsgebiete
 Meine Vorstellung von Wissenschaft
 Kommentare verschiedener Wissenschaftler zur Wissenschaft
 Internetlinks zur Wissenschaft


Kurzdefinition von Wissenschaft

So wie sich nicht alle Philosophen darauf einigen können, was Philosophie ist, so können sich auch nicht alle Wissenschaftler, bzw. alle die, die sich als solche verstehen, darauf einigen, was Wissenschaft ist. Allerdings sind die Unterschiede in der Wissenschaft nicht ganz so extrem und vielfältig wie in der Philosophie. (Wenn wir mal von Ausnahmen absehen, die sich im Promillebereich befinden.)

Was Wissenschaft ist und wie sie von anderen nichtwissenschaftlichen Methoden der Untersuchung bzw. der Beschäftigung mit der Welt abgegrenzt werden soll, darüber haben die Philosophen unterschiedliche Auffassungen. Mit diesem Thema beschäftigt sich genauer die Wissenschaftstheorie.

Am ehesten wird folgende Definition die meiste Zustimmung finden:


Wissenschaft ist die systematische, methodische, ordnende, erklärende und begründende Untersuchung von allem, was Menschen geistig zugäng-lich ist, in welcher Form auch immer. Ziel ist Erscheinungen im materiell-natürlichen, geistigen und kulturellen Bereich zu beschreiben und Geset-ze, Zusammenhänge etc. aufzudecken. Und Wissenschaft bedeutet auch die Summe dessen, was auf diesen Wegen von den Menschen an Wissen hervorgebracht wurde.



Wissenschaftler fragen: Wie ist es? Warum ist es? Und eventuell auch: Kann es anders sein? Einige stellen auch die Frage: Wie sollte es sein? Ob das allerdings noch eine wissenschaftliche Frage ist, wird unterschiedlich beantwortet.

Wissenschaft ist auf Wissen aus, im Unterschied zum Meinen. Dieses Wissen muß prinzipiell intersubjektiv sein, es muß von Menschen mit gleicher Bildung und gleichem Informationsstand nachvollziehbar sein.

Für viele Wissenschaftler, Wissenschaftstheoretiker und Philosophen ist praktische Verwertbarkeit elementarer Zweck der Wissenschaft. Wissen um "Vorherzuwissen", Prognostik. Wissenschaften sollen Handlungsanweisungen für das praktische Leben erarbeiten, Strategien zur Befriedigung von Bedürfnissen bereitstellen. Für einige Philoso-phen ist praktische Verwertbarkeit das einzige Wahrheitskriterium. (Pragmatismus).


Die verschiedenen Wissenschaften und Wissenschaftsgebiete

Die verschiedenen Wissenschaften werden zu bestimmten Gruppen zusammengefaßt, wobei einzelne Wissenschaften zu mehreren Gruppen gehören können, sich die Gruppen überschneiden. Unterschieden wird zwischen theoretischen Wissenschaften, wo es um Grundlagen und Methoden geht (z. B. die Wissenschaftstheorie) und Wissenschaften, deren Ergebnisse (zumindestens zum großen Teil bzw. der Theorie oder Absicht nach) praktisch angewandt werden (z. B. Physik). Es gibt Erfahrungswissenschaften und Ver-nunftwissenschaften, bzw. Realwissenschaften und Formalwissenschaften, Naturwissen-schaften und Geisteswissenschaften, Gesellschafts- bzw. Sozialwissenschaften und Humanwissenschaften. Weitere Wissenschaftsgebiete sind die Ingenieurwissenschaften, die eine starke Nähe zur Technik haben, und die Strukturwissenschaften, die vielfach mit Vernunftwissenschaften identisch sind, aber auch zusätzliche Wissenschaften umfas-sen.

Die Zuordnung einzelner Wissenschaften zu bestimmten Gruppen ist bei einigen Wissen-schaften umstritten. Auch die Gegenüberstellung bestimmter Wissenschaftsgruppen. Ob die Mathematik nur eine Vernunftwissenschaft oder auch eine Erfahrungswissenschaft ist, oder ob die Formalwissenschaften nicht schon insgesamt zu den Realwissenschaften gehören, wird in der philosophischen und wissenschaftstheoretischen Diskussion unter-schiedlich beurteilt.

Die einzelnen Wissenschaften und Wissenschaftsgebiet werden in gesonderten Artikeln näher erläutert.


Meine Vorstellung von Wissenschaft

Wissenschaft hat etwas zu tun mit Emperie und Ratio. Voraussetzung von Wissenschaft ist, daß man von der Richtigkeit einer bestimmten Menge an Wahrnehmungen und Erinnerungen ausgeht und die Tauglichkeit unseres Verstandes im Erkenntnisprozeß anerkennt. So wie man lebens- bzw. handlungsunfähig würde, wenn man nicht eine bestimmte Menge an Sätze als Handlungsgrundlage anerkennt, so würde man wissen-schaftsunfähig, wenn man ständig die Richtigkeit einer bestimmten Menge an Wahrneh-mungen und Erinnerungen und die Tauglichkeit unseres Verstandes im Erkenntnisprozeß bezweifeln würde. Der grundsätzlich mögliche Zweifel wird aber lediglich "eingeklammert", er verschwindet nicht. Alle Erkenntnisse der Wissenschaften bleiben deshalb in letzter Instanz immer bezweifelbar. Was viele Wissenschaftler nicht wissen, bzw. nicht wahr-haben wollen, ist, das Wissenschaft auf Voraussetzungen beruht, die nicht außerhalb des Zweifels sind.


Kommentare verschiedener Wissenschaftler zur Wissenschaft

Werner v. Braun: "Die Wissenschaft hat keine moralische Dimension. Sie ist wie ein Messer. Wenn man sie einem Chirurgen und einem Mörder gibt, gebraucht es jeder auf seine Weise."

Albert Einstein: "Wir glauben, daß die Wissenschaft der Menschheit am besten dient, wenn sie sich von allen Beeinflussungen durch irgendwelche Dogmen freihält und sich das Recht vorbehält, alle Thesen einschließlich ihrer eigenen anzuzweifeln."

Isaac Newton: "Sein und Wissen ist ein uferloses Meer: Je weiter wir vordringen, um so unermeßlicher dehnt sich aus, was noch vor uns liegt; jeder Triumph des Wissens schließt hundert Bekenntnisse des Nichtwissens in sich."

Karl Popper: "Wissenschaft wird immer eine Suche sein, niemals wirklich eine Entdek-kung."


Internetlinks zur Wissenschaft


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