Wissenschaftstheorie beschäftigt sich speziell mit der Frage, was Wissenschaft ist, wie sie von anderen menschlichen Erkenntnisbemühungen abgrenzbar ist, was die Kriterien (Voraussetzungen, Methoden, Begriffe, Zwecke, Ziele, Sicherheit, Motive, Interessen) für Wissenschaft sind und wie der Wahrheitswert ihrer Aussagen gemessen werden soll. (Z. B. Verifikation und/oder Falsifikation.)
Alles, was Menschen geistig zugänglich ist, kann Gegenstand von Wissenschaft sein. Der Streit beginnt aber schon damit, was Menschen überhaupt geistig zugänglich ist. Einige Philosophen und Wissenschaftler meinen, die materielle Welt begegne uns auf Schritt und Tritt und deshalb könne es eine Wissenschaft von dieser materiellen Welt und ihren einzelnen Bestanteilen geben. (Z. B. Physik und Biologie.) Andere Philosophen meinen, das das, was wir von der materiellen Welt wüßten, immer nur unser subjektives Bild von ihr sei, oder noch weitergehender, wir hätten nur Bewußtseinsinhalte über deren Herkunft wir nichts wüßten. Deshalb beschäftige sich Wissenschaft nur mit den Erschei-nungen oder Bewußtseinsinhalten, aber niemals mit einer "materiellen Welt" (über deren Existenz man gar nicht wissen können).