Rationalismus
Rationalismus (von lat. ratio) ist die philosophische Auffassungen, die nur in der Benut-zung des Verstandes bzw. der Vernunft oder in allererster Linie in der Benutzung des Verstandes bzw. der Vernunft ein legitimes und verläßliches menschliches Erkenntnis-verfahren sieht. Der Rationalismus war besonders stark in Frankreich und Deutschland.
Eng mit dem Rationalismus hängt das wissenschaftlich-philosophische Verfahren der
Deduktion zusammen.
Der Rationalismus war ein wichtiger Bestandteil der
Aufklärung, hat diese hervorge-bracht.
Rationalisten, Philosophen, die den Rationalismus vertraten, waren u. a.:
Dem Rationalismus entgegengestellt wird der Empirismus
Viele Philosophen haben versucht aus Empirismus und Rationalismus eine Synthese zu ziehen, bzw. beides zu seinem Recht kommen zu lassen. Den für die weitere Philo-sophie-Geschichte bedeutendsten hat
Immanuel Kant unternommen.
Einen kritischen Rationalismus hat im 20. Jahrhundert
Karl Popper entwickelt.
Wie unsicher unsere Verstandeserkenntnisse sind - wenn man über das praktische Leben hinaus philosophiert -, habe ich ausführlich dargestellt im 1. Kapitel "Meiner Philosophie".
Anmerkungen
Anm. 1:
Platon wird in der Literatur in der Regel zu den Rationalisten gezählt, weil er den
Empirismus verwarf. Es gibt aber auch Autoren, die es für falsch halten, ihn zu den Rationalisten zu zählen, da bei ihm die
Liebe zur Weisheit und damit das
Gefühl eine große Rolle spielte und er sich gerade gegen eine rein rationale Betrachtung der
Welt gewandt hätte, wie sie die
Sophisten betrieben. Letzteres sollte man zumindestens berücksichtigen, wenn man Platon zu den Rationalisten zählt.
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