Okkultismus

Okkultismus (von occultus). Beschäftigung mit tatsächlich oder angeblich existierenden übersinnlichen Erscheinungen und Wahrnehmungen. Z. B. Magie - Glaube an Zauberei, an die Wirksamkeit ritueller Praktiken -, Telepathie - außersinnliche Gedankenübertra-gung -, Psychokinese - Bewegen von Gegenständen durch reine Geisteskraft, Hellsehen (aus Karten, Handflächen, Tiergedärmen) und Zukunftsvoraussage. (Dies ist keine erschöpfende Aufzählung.)

Diese Beschäftigung erfolgt auf eine nichtphilosophische und nichtwissenschaftliche Weise und ist auch mit keiner etablierten Religion vereinbar.

Es werden für diese tatsächlich oder angeblich existierenden Erscheinungen, Tätigkeiten etc. einfache, unkomplizierte Erklärungen angeboten, die dem Auffassungsvermögen der großen Mehrheit der Bevölkerung angepaßt sind und die weder empiristisch noch rational überprüfbar sind, von deren Richtigkeit aber in der Regel mit unbezweifelter Sicherheit ausgegengen wird. (Sehen Sie auch Dogmatismus.) Im Gegensatz zu den Religionen gibt es keine festumrissenen Glaubensdogmen und keine feste Organisation. Häufig kommt noch hinzu, daß Religion der staatlich anerkannte, geförderte Glaube, Okkultis-mus dagegen der staatlich nicht anerkannte, nicht geförderte Glaube ist. (Wie bei  Hobbes.)

Sehen Sie hierzu auch Aberglauben, Esoterik und Parapsychologie.


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