fehlen. Einer
könne nichts schlimmeres passieren, als konkurrenzlos zu bleiben.
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von Dr. Hans-Joachim Niemann
Im Prinzip ist mir der Anti-Dogmatismus der kritischen Rationalisten sehr sympathisch. Ich habe allerdings den Eindruck, daß zum Teil über das Ziel hinausgeschossen wird, das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird. (Das sage ich aber unter dem Vorbehalt, daß ich nicht alle Äußerungen Alberts und anderer kritischer Rationalisten kenne.)
Nach meiner Überzeugung sind gewisse Arten von Letztbegründung möglich, bzw. es gibt bestimmte Aussagen bzw. Erlebnisse, die nicht bezweifelbar sind. Damit gibt es auch einen unfehlbar sicheren Startpunkt für's Philosophieren. Diesen sehe ich erstens im unmittelbaren Erleben - ich kann z. B. die Existenz meiner Schmerzen nicht bezwei-feln - und zweitens in Ausschließungsbehauptungen, die ich nicht bezweifeln kann, ohne das qualitative intellektuelle Niveau aufzugeben, daß ich mir mühsam erarbeitet habe. (Näher ausgeführt habe ich dies im philolex-Beitrag
Letztbegründung.) Die menschli-che Vernunft mag nicht alles erklären können. Über die Vernunft hinaus, okay! Aber nicht hinter die Vernunft zurück! "Das Märchen Rumpelstilzchen gibt keine tatsächlich stattge-fundenen Ereignisse wieder." "Die Offenbarung des Johannes gibt keine in der Zukunft tatsächlich stattfindenden Ereignisse wieder."
Nachdenken führt Albert zum
Realismus bzw.
Materialismus, mich hat es zum
Agnostizismus mit einer Neigung zum
Idealismus geführt. Als konsequenter Fallibi-list dürfte Albert weder Atheist noch Materialist sein. Sollte Atheismus und Realismus für Albert aber letztendlich
Hypothesen sein, dann wäre er eben Agnostiker.
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