Herbart wird in der Literatur häufig als der wirkungsreichste Gegenspieler Hegels zu dessen Lebzeiten bezeichnet. Im Gegensatz zu Hegel, bei dem Widersprüche zum Sein gehören, Triebkraft der Entwicklung sind, meinte Herbart, daß das Ziel der Philosophie darin bestehe, die Begriffe solange zu bearbeiten, bis alle Widersprüche beseitigt seien und ein einheitlicher, widerspruchsfreier Gesamtbegriff der Wirklichkeit entstehe.