David Friedrich Strauß

Literatur:
  • Das Leben Jesu, kritisch bearbeitet, 1835 (Hauptwerk)
  • Die christliche Glaubenslehre in ihrer geschichtlichen Entwicklung und im Kampf mit der modernen Wissenschaft dargestellt, 1840-41 (2. Hauptwerk)
  • Das Leben Jesu, für das dt. Volk bearbeitet, 1863
  • Der Christus des Glaubens und der Jesus der Geschichte, 1865
  • Der alte und der neue Glaube, ein Bekenntnis, 1872
Viele Biographien u. a. eine über Voltaire


Sekundärliteratur:
  • Strauß, David Friedrich von Steven Gillies
    in Metzler-Philosophen-Lexikon, S. 757-760

Strauß im Internet:

David Friedrich Strauß (1808 - 1874), deutscher Religionswissenschaftler und Schriftstel-ler. Studierte Theologie und Philosophie (u. a. bei Schleiermacher und Hegel) Wird den  Junghegelianern zugerechnet.

Sein 1835 erschienenes Hauptwerk "Das Leben Jesu, kritisch bearbeitet" markiert den Beginn der Religionskritik in Deutschland im 19. Jahrhundert. Es wurde zu einem der populärsten, aber auch umstrittensten Bücher. Strauß wurde mit diesem Buch berühmt, gleichzeitig Angriffsziel der Kirche und orthodoxer Theologen. Eine akademische Laufbahn blieb ihm dadurch verwehrt.

Die Evangelien seien Mythen, keine Wiedergabe tatsächlicher Ereignisse. Sie seien "geschichtsartige Einkleidungen urchristlicher Ideen, gebildet in der absichtslos dichten-den Sage". Wie in allen Mythen verbürgen sich auch in den Evangelien "ewige Wahrhei-ten", die durch philosophische und philologische Deutung erkennbar würden.

Anfänglich war Strauß ein Vertreter der spekulativen christlichen Theologie, dann des Pantheismus (Unterschied zu Feuerbach) und später wandte er sich unter dem Einfluß der modernen Naturwissenschaften und besonders des Darwinismus völlig vom Christen-tum ab.


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