Hoimar von Ditfurth (19211989) war Professor für Psychiatrie und Neurologie in Würzburg und Heidelberg. Er ist aber besonders als Wissenschaftsjournalist, TV-Moderator und Sachbuchautor über naturwissenschaftliche Themen bekannt geworden. Ich führe ihn in der Liste der Philosophen auf, weil in seinen Büchern auch philosophische Gedanken vorhanden sind. (Siehe z. B. seine Auffassung zur Evolutionäre Erkenntnistheorie oder seine
Interpretation Kants.) Ditfurth hat in den letzten Jahren seines Lebens den unabwendbaren Untergang der Menschheit vorausgesagt, wegen der von ihr selbst verursachten ökologischen Probleme. In früheren Phasen seines Schaffens hatte er an eine Weiterentwicklung der Menschen, eine Fortsetzung der Evolution intelligenten Lebens auf diesem Planeten geglaubt. Im 15. Kapitel seines Buches Im Anfang war der Wasserstoff schrieb er: »Wir sind, um es einmal so zu formulieren, eigentlich nur die Neandertaler von morgen.« [1] (U. a. im Kapitel Die Welt ist nach oben offen in seinem Buch Innenansichten hat er dies näher begründet.)
Ditfurth kommt auf Basis seiner naturwissenschaftlichen Überlegungen zu der Auffassung, es gebe in der Natur Spuren der Wirksamkeit von Verstand, lange bevor Gehirne existierten. Es gebe Intelligenz in der Natur, ohne dass dafür ein Gehirn nötig sei, das sie beherbergt. Geist, Phantasie und Zielstrebigkeit habe es in der Natur von Anfang an gegeben. Nur deshalb konnte Leben, konnten Gehirne und letztlich das Bewusstsein entstehen. Es gebe lern-analoges oder intelligenz-analoges Verhalten bei sehr einfachen Organismen. Dies widerspricht der weitverbreiteten Annahme, Leben, Gehirne und Bewusstsein seien das Produkt zufälliger Mutationen. (Wie bei seinem Lehrer
Konrad Lorenz)
Anmerkungen
U. a. auf Grund des Einflusses von Ditfurth aber über ihn hinausgehend sage ich: Wir können die Schimpansen von morgen sein und die Bakterien von übermorgen. Sollten die Menschen sich nicht in den nächsten Jahrhunderten ausrotten, werden einige Menschen ihre Selbstevolution in diese Richtung einleiten. Sehen sie hierzu bitte meine Aufsätze Ein Plädoyer für die Gentechnologie und Über die Notwendigkeit der Entstehung höherer Arten Zurück zum Text