"Tod des Subjekts": Das Subjekt sei ohne Ursprung und ohne Einheit, ein Zeichen-produkt, ein in der Sprache gefangenes und durch Sprache seiendes Wesen. [Wozu dann noch Biologie, Medizin? Wenn man Krebs bekommt, geht man nicht zum Arzt, sondern zum Sprachphilosophen. Wieso werden Männer zum Zahlen von Alimenten verdonnert, wenn das Subjekt ohne Ursprung ist?]
Soziale Probleme und ethische Fragen lassen sich nicht in Sprach- oder Zeichenproble-me auflösen. Wenn Menschen verhungern, wenn Menschen ermordet werden, wenn Men-schen leiden, weil sie sich elementare Bedürfnisse nicht befriedigen können, dann sind dies reale Probleme bewußt erlebender Wesen. Diese Probleme zu Sprachproblemen zu machen, ist dumm und/oder zynisch. Nach Wittgenstein ist "die Methode zu Philoso-phieren .. sich wahnsinnig zu machen, und den Wahnsinn wieder zu heilen." Es gibt Philosophen, die scheinbar nur den ersten Schritt zustande bringen. (Wittgenstein eingeschlossen.)
Ich bin kein Dogmatiker, bzw. ich bemühe mich immer wieder darum, keiner zu sein. Ich bemühe mich immer darum, zu verstehen, warum ein Mensch eine bestimmte Position vertritt. Aber die Leute, die glauben, alles in Sprachprobleme auflösen zu können, verstehe ich beim besten Willen nicht.