Pyrrhon, der Begründer des klassischen Skeptizismus, sagte, die Meinung der einen Philosophenschule sei um nichts sicherer als die Meinung anderer Philosophenschulen. Für alle Erscheinungen ließen sich verschiedene Erklärungen vorbringen und es sei unmöglich, mit letzter Sicherheit festzustellen, welche Erklärung richtig und welche falsch sei, oder ob nicht sogar alle falsch seien. [Dies ist exakt auch meine Position!]
[Man sollte sich mit keinem philosophischen System, mit keiner Religion, mit keiner politischen Richtung, mit keinem Volk emotional verbinden, nicht mit der
Menschheit, noch mit Teilen der Menschheit, nicht einmal mit der ganzen Natur oder dem ganzen Sein. Auch nicht mit dem eigenem Ich. Denn auch dieses kann uns enttäuschen. Es bliebe die Gleichgültigkeit allem und jedem gegenüber. Ob das ein Rezept für das gute Leben ist, bezweifle ich allerdings.]
Engels schrieb im Zusammenhang mit »Herrn Eugen Dührings endgültigen Wahrheiten letzter Instanz« über die Erkenntnisse der Menschen: »Das wertvollste Resultat dürfte dies sein, uns gegen unsere heutige Erkenntnis äußerst misstrauisch zu machen, da wir ja aller Wahrscheinlichkeit nach so ziemlich am Anfang der Menschheitsgeschichte stehen, und die Generationen, die uns berichtigen werden, wohl viel zahlreicher sein dürften, als diejenigen, deren Erkenntnis wir oft genug mit beträchtlicher Geringschät-zung zu berichtigen im Falle sind.« (MEW 20/80)