Die wenigen, die was davon erkannt,
Die töricht gnug ihr volles Herz nicht wahrten,
Dem Pöbel ihr Gefühl, Ihr Schauen offenbarten,
Hat man von je gekreuzigt und verbrannt.
(Goethe, Faust I)



Spinoza


Lebenslauf

Baruch de Spinoza wurde als Sohn jüdischer Eltern 1632 in Amsterdam geboren. Er sollte ursprünglich Rabbiner werden. Studierte als Jüngling Bibel, Talmud, mittelalterliche jüdische Philosophie und, nachdem er Latein gelernt hatte, die Scholastik, die  Grie-chen und schließlich die neuere Philosophie, besonders Bruno und Descartes.

Als 23jähriger wurde er auf Grund mündlicher Äußerungen wegen Ketzerei aus der jüdischen Gemeinde ausgestoßen, verbannt, verflucht und verdammt mit allen Flüchen, die im Buche der Gesetze niedergeschrieben sind. Der Ausschluß eines Judens aus der Gemeinde in einer christlichen Umwelt war doppelt schwer.

Das Ergebnis war eine fast grenzenlose Einsamkeit und damit verbunden aber auch eine innere Unabhängigkeit und Freiheit, wie sie nur wenige Menschen je erreicht haben. Die Einsamkeit wurde später durch den Briefwechsel mit führenden Geistern seiner Zeit etwas abgemildert.

Spinoza verdiente seinen Lebensunterhalt mit dem Schleifen optischer Gläser. 1677 ist er im Alter von 44 Jahren, wahrscheinlich an Lungentuberkulose, gestorben. Schon zu seinen Lebzeiten verbreitete sich sein Ruhm, obwohl sein wichtigstes Werk, die Ethik, erst in seinem Todesjahr veröffentlicht wurde.

Nachwirkungen: Das Judentum hatte ihn verbannt, die Katholiken setzten seine Bücher auf den Index. Durch die fast gleichzeitig entstandene Philosophie von Leibniz wurde die Ausbreitung seiner Gedanken in Deutschland zunächst aufgehalten. Als erste haben  Lessing und  Jacobi Spinoza öffentlich gelobt. Goethe hat sich ausdrücklich zu ihm und seiner Lehre bekannt. Hegel sagte, das philosophische System Spinozas könne als einziges (neben seinem eigenen natürlich) als wahr bezeichnet werden. [1]


Philosophie

Descartes: Die Philosophie Spinozas ist am besten zu verstehen als teilweise Übernahme cartesischer Gedanken und teilweise als in der Auseinandersetzung mit cartesischen Gedanken gebildeten eigene Auffassungen.

Hauptwerk: Sein Hauptwerk "Ethik, in geometrischer Methode dargestellt" ist nach Art eines mathematischen Werkes abgefaßt. Axiome, Behauptungen, Lehrsätze, Beweise, Folgerungen usw. Es ist von daher nicht einfach zu lesen. Das Buch beschäftigt sich nicht nur mit dem, was wir heute unter Ethik verstehen.

Die Darstellungsweise ist nicht zufällig, sondern bewußt gewählt, da Spinoza der Überzeugung war, daß man wie in der Mathematik auch in der Philosophie aus obersten Grundsätzen alle übrigen Aussagen  deduzieren könne.

Substanz: Der zentrale Begriff in der spinozistischen Philosophie ist die "Substanz". Dieses Wort bedeutet bei Spinoza etwas anderes, als es heute in der Umgangssprache bedeutet. Es ist vom Wortursprung abgeleitet: Das Darunterstehende. Das Eine und Unendliche, das unter und hinter allen Dingen steht, das alles Sein in sich vereint. Die Substanz sei ewig, unendlich, aus sich selbst existierend. [Brahman]

Pantheismus: Am Anfang der Philosophie Spinozas steht die Gleichung:


Substanz = Gott = Natur


Identitätsphilosophie wird eine solche Auffassung auch genannt.

Bewegung: Die Natur sei aus sich selbst bewegt, denn Gott sei Kraft (Energie).

Alles, was durch anderes bedingt ist, nennt Spinoza Modus. Das ist die Welt der Dinge im weitesten Sinne. Diese nennen wir im allgemeinen "Natur".

Spinoza verwendet für die Natur im umfassenden Sinne den Begriff "natura naturans" und für die Natur als Inbegriff der endlichen Dinge "natura naturata": Er hält sich aber nicht durchgängig an diese Wortdefinitionen. Oft benutzt er für "natura naturans" "Gott" und für "natura naturata" "Natur".

Absolute Summe aller Modi: Jedes endliche Ding sei immer nur durch andere endliche Dinge bedingt und nie unmittelbar durch Gott. Zwischen Gott und den einzelnen Dingen stehe als Mittlerinstanz die absolute Summe aller Modi.

Denken und Ausdehnung: Die unendliche Substanz oder Gott habe unendlich viele Attribute, von denen wir zwei erkennen könnten: Denken und Ausdehnung (= Geist und Materie). Gott sei unendliche Ausdehnung und unendliches Denken. [2]

Monismus kontra  Dualismus: Auch die Einzelwesen könnten unter diesen beiden Gesichtspunkten betrachtet werden: Unter dem Gesichtspunkt des Denkens erschienen sie als Idee, unter dem Gesichtspunkt der Ausdehnung erschienen sie als Körper. Der Mensch bestehe nicht aus den zwei getrennten Substanzen Körper und Seele (wie die  Cartesianer behaupten), sondern beides seien zwei Seiten ein und des selben Wesens. (Parallelismus von Körper und Geist.)


Ungeschaffene Substanz: Gott
Dem Menschen bekannte Attribute dieser Substanz:
Ausdehnung
Grundmodi:
Gestalt, Bewegung
Denkung
Grundmodi:
Idee, Willensakt


[Zwischen der Substanz und den Attributen stehen bei  Descartes die geschaffenen Substanzen Materie und Geist, die unvermittelt nebeneinander stehen, bzw. nur durch das ununterbrochene Eingreifen Gottes ( Occasionalisten) vermittelt werden. Spinoza läßt Ausdehnung und Denken Attribute der einen Substanz sein und umgeht damit Schwierigkeiten, die die Cartesianer nur mit wirklich lächerlichen Künsteleien überwinden können. ( Zirbeldrüse) Die spinozistische Sicht setzt aber den Pantheismus voraus, also die Abkehr vom jüdisch/christlichen Gott. Diesen Absprung hat Spinoza geschafft. Descartes, Leibniz und viele andere ansonsten hochintelligente Leute haben diesen Absprung nicht geschafft und haben deshalb zwangsläufig allerlei unplausible Behauptun-gen aufgestellt.]

Einheit von Gott und Mensch: Eine menschliche Seele sei die Idee eines existierenden menschlichen Körpers im göttlichen Verstand, also keine Substanz, sondern nur ein Modus der Denkung.

[Und deshalb ist die menschliche Seele aus dieser Sicht auch vergänglich. Dies ist aber für den Menschen keine Katastrophe, da er ja nicht nur eine Idee Gottes ist, sondern auch dieser Gott selbst! So verstehe ich es jedenfalls. Der Mensch ist einerseits Gott und andererseits eine konkrete (vergängliche) Idee Gottes.]

Beseelung der Natur: Von allen existierenden Dingen gebe es Ideen im göttlichen Ver-stand. Allen Mineralien, Pflanzen, Tieren usw. seien Seelen zugeordnet, ansonsten gäbe es sie überhaupt nicht. Jeder Gestalt im Attribut der Ausdehnung entspreche notwendig eine Idee im Attribut der Denkung. Und wegen der zwischen den Attributen herrschenden Synchronie, werden die Seelen mit Notwendigkeit alles widerspiegeln, was ihren Körpern widerfahre.

[Ob es umgekehrt auch stimmt, daß also jeder Idee im Attribut der Denkung auch eine Gestalt im Attribut der Ausdehnung entsprechen muß, da habe ich meine Bedenken. Zum Beispiel der Idee der Mathematik, der Logik oder der Naturgesetze entspricht keine Gestalt im Attribut der Ausdehnung. Diese Ideen sagen etwas über die Funktionsweise der Gestalten im Attribut der Ausdehnung aus, haben selbst aber keine Gestalt.]

Begierde: Die Selbstbejahung der Idee des Körpers bzw. der Seele äußere sich in dem Streben im Sein zu verharren. Dieses Streben heiße Wille, wenn es sich nur auf die Seele beziehe und Trieb, wenn es sich auf Seele und Körper gleichermaßen beziehe. Bewußter Trieb heiße Begierde und Begierde sei der erste Grundaffekt. [Ich spreche hier von Bedürfnissen.]

Freude und Trauer: Jedes Einzelwesen versuche sein Dasein zu behaupten, dies liege in seiner Natur. Werde der Trieb zur Selbstbehauptung befriedigt, entstehe Freude, werde er gehemmt, entstehe Trauer. Von den beiden inneren Grundbefindlichkeiten Freude und Trauer leitet Spinoza im 3. Teil der Ethik alle weiteren Gefühle der Menschen ab.


Liebe ist Freude verbunden mit der Vorstellung
einer äußeren Ursache.


Weitere Affekte: Haß sei Trauer verbunden mit der Vorstellung einer äußeren Ursache. [An dieser Stelle wird deutlich, daß bei Spinoza noch die  Dialektik fehlt. Alle mensch-lichen Gefühle auf zwei Grundgefühle zu reduzieren, wird der Wirklichkeit nicht gerecht. Das Entstehen neuer Qualitäten fehlt hier.]

Keine Willensfreiheit: Alles menschliche Handeln vollziehe sich mit Naturnotwendigkeit und unbeirrbarer Folgerichtigkeit. Deshalb sei es auch möglich, Triebe und Leidenschaf-ten mit kühler, mathematischer Sachlichkeit zu betrachten.

 Gut und Böse: Es gebe keine allgemeingültigen Begriffe des Guten und des Bösen. Was die Selbstbehauptung des Einzelnen fördere, nenne der Betreffende "gut", was die Selbstbehauptung hemme "schlecht". [Dies ist die beste Antwort auf das Problem der Theodizee, die ich kenne! Auch in diesem Punkt kann man Descartes und Leibniz getrost vergessen. Da Spinoza aber das Handeln aus den Leidenschaften heraus, nicht als der wahren Selbstbehauptung dienlich ansieht, versteht er unter gut und böse etwas anderes als die Menge!]

Gesetze: Daß es keine Willensfreiheit gebe, heiße aber nicht, daß es keinen Platz für Gebote und Befehle gebe. Das Böse, das aus bösen Taten folge, sei nicht weniger zu fürchten, weil es mit Notwendigkeit folge.

[Gesetze werden in einem deterministischen Weltbild natürlich nicht überflüssig, da sie ja zu Ursachen künftigen Verhaltens werden. Aber daß bestimmte Gesetze erlassen werden und andere nicht ist innerhalb eines deterministischen Weltbildes natürlich auch determiniert.]

Egoismus: Spinoza hat es nicht für möglich und damit auch nicht für erstrebenswert erachtet, daß der Mensch seinen natürlichen Egoismus überwindet. Der Gedanke, ein Mensch könne sich für einen anderen Menschen aufopfern, erschien ihm absurd. [Damit hat er aber eine menschliche Eigenschaft übersehen, die es neben dem Egoismus eben auch gibt, nämlich das Gemeinschaftsgefühl und was daraus entstehen kann.] "Daß jeder sich liebe, seinen Nutzen, soweit er wahrhafter Natur ist, suche und alles, was ihn zu einer größeren Vollkommenheit führt, erstrebt; überhaupt sein Sein, soviel er vermag, zu erhalten sucht: dies ist sicherlich so wahr wie der Satz, daß das Ganze größer ist als der Teil." (Zitiert nach Störig, S. 327.)

Innere und äußere Natur: Unter "Knechtschaft des Menschen" versteht Spinoza mensch-liche Ohnmacht gegenüber leidenschaftlichen Affekten die auf äußeren Ursachen beruhen. Leidenschaften werde es für den Menschen solange geben, wie er Teil der Natur sei. Der Mensch könne aber lernen diese Leidenschaften zu überwinden und seiner inneren Natur nach zu handeln.

 Tugend sei nichts anderes als sein Streben nach Selbsterhaltung durchzusetzen. Unbedingt aus Tugend handeln sei dasselbe wie nach den Gesetzen der eigenen Natur handeln. Tugend sei dasselbe wie Macht. Soviel Macht einer habe, soviel Recht habe er auch. Das natürliche Recht sei nichts anderes als die Naturgesetze.

[Wie  Heraklit, die Sophisten, De Sade, Stirner und Nietzsche (um nur einige zu nennen). Mit einem modernen, humanistischen Rechtsverständnis läßt sich sowas natürlich nicht mehr vereinbaren.]

Rationalismus kontra Empirismus: Spinoza ist ein Sohn des rationalistischen Zeitalters. Er mißtraut den Sinnen und den Instinkten. Aber die Vernunft könne uns ungetrübte Erkenntnis und unbedingte Sicherheit vermitteln. Hieran gibt es für Spinoza keinen Zweifel.

Für Spinoza gibt es drei Erkenntnisarten:

  1. Die sinnliche/empirische Erkenntnisart liefere uns verworrenes und ungeord-netes Material. Sie allein sei Quelle von Irrtümern.
  2. Die rationale Erkenntnisart arbeite folgernd mit Allgemeinbegriffen. (Siehe  Aristoteles.)
  3. Die intuitive Erkenntnisart liefere uns Erkenntnisse in Bezug auf das Abso-lute, sub specie aeternitatis. Spinoza ist intuitiv von der Existenz Gottes überzeugt. [3]

Vernunftwesen: Der Mensch sei seiner Natur nach Vernunftwesen. Seiner Natur nach handle der Mensch, wenn sein Streben nach Nutzen unter der Leitung der Vernunft geschehe. Und da die Vernunft nach Erkenntnis strebe, sei "Einsicht ... die erste und einzige Grundlage der Tugend."

Leidenschaften: Der Mensch sei aber nicht nur ein Vernunftwesen, er werde weitgehend beherrscht von Instinkten, Trieben, Leidenschaften. Ein Affekt könne nur gehemmt oder aufgehoben werden durch einen anderen Affekt der entgegengesetzt und stärker sei.

Vernunft als leitende Instanz: Jede einzelne Leidenschaft strebe nach vollkommener Befriedigung ohne Rücksicht auf andere Leidenschaften und die Interessen der Gesamtperson. In der Leidenschaft sei der Mensch ganz dem Augenblick hingegeben und denke nicht an das Kommende. Als Motor des Lebens bedürften wir des Triebs, die Vernunft müsse aber die verschiedenen Triebe koordinieren. Die Leidenschaften sollten durch das Licht der Vernunft im Interesse der Gesamtperson geordnet und geführt werden. ( Epikur)

Vernunft als Leidenschaft: Die Vernunft könne aber noch mehr: Sie könne selbst zur Leidenschaft, sogar zur stärksten Leidenschaft werden!


Die Vernunft kann die Leidenschaften überwinden,
indem sie selbst zur Leidenschaft wird.


Freiheit und Notwendigkeit: Freiheit sei Einsicht in die Notwendigkeit. Was wir in seiner Notwendigkeit begriffen hätten, das würden wir verstehen und damit bejahen. Indem wir es bejahten, sei es zu etwas geworden, dem wir frei gegenüberstehen. [Wie bei Hegel. Mich überzeugt das nicht. Eine dialektische Sicht von Freiheit und Notwendigkeit mag praktikabel sein, aber als letzte Antwort ist sie unbefriedigend. Da ich nicht vom Denken auf das Sein schließe, ist für mich die Frage ob Willensfreiheit oder Determinismus nicht beantwortbar.]

Gottesliebe: Da alles, was notwendig sei, Gottes Wille sei, sei wachsende Erkenntnis und Bejahung des Notwendigen zugleich wachsende Liebe zu Gott. Diesen höchsten vom Menschen zu erreichenden Zustand nennt Spinoza "amor Dei intellektualis". Er sei zugleich "amor fati".

Die Seligkeit sei nicht der Lohn der Tugend, sondern die Tugend selbst sei die Seligkeit.

Staat: Die Menschen hätten sich eines Teils ihrer Macht und ihres Rechts entäußert und dadurch Sicherheit gewonnen. Der Staat befinde sich aber weiterhin im Naturzustand und zwar sowohl nach außen, gegenüber anderen Staaten, als auch nach innen, gegenüber seinen Bürgern.

[Zu Spinozas Lebzeiten war das weitgehend so. Heutzutage ist die Macht des Staates über seine Bürger, bei den verschiedenen Staaten in unterschiedlichem Grade, durch Gesetze eingeschränkt. Nur der Naturzustand zwischen den Staaten besteht zu großen Teilen noch heute und wird leider nur im Schneckentempo abgebaut. (UNO, EU, Internationale Konferenzen, Völkerrecht etc.)]

Freiheit der Staatsbürger: Religiöse und wissenschaftliche Überzeugungen könnten aber nicht erzwungen werden. Versuche der Staat dies, überschreitet er seine Macht und damit sein Recht. Er mache sich nur lächerlich. Jede mögliche Freiheit zu gewähren sei von Seiten des Staates eine Frage der Klugheit.

Philosophie und Religion: "Das Ziel der Philosophie ist einzig und allein die Wahrheit, das Ziel des Glaubens einzig und allein Gehorsam und Frömmigkeit." (Aus Theologisch-politisches Trakat)


Meine Kritik an Spinoza

Spinoza hat den Rationalismus verabsolutiert. Ein kritischer Rationalist war er noch nicht. (Und die Philosophie Kants konnte er noch nicht kennen.) Die Verabsolutierung der Kausalität teile ich nicht. Sehen Sie hierzu "Willensfreiheit".

Ich schätze Spinoza außerordentlich für seinen Pantheismus. Dieser ist für mich aber letztendlich eine  Hypothese.

Ich habe den Eindruck, daß sich Spinoza einreiht in die Schar der Lustverächter. Sinnliche, körperliche Bedürfnisse werden als minderwertig oder unwahre Bedürfnisse angesehen. Der Mensch wird primär als Vernunft angesehen und von daher ist vernünftiges Handeln das Oberste. Folgerichtig ist dies allerdings, da der Mensch ja seinem innersten Wesen nach eine Idee im göttlichen Verstand ist. Die Natur und das Gefühl kommt hier zu kurz. Spinoza sieht schon, daß es das gibt, wertet es aber ab.


Kommentare anderer Philosophen zu Spinoza

Einstein: "Spinoza ist einer der tiefsten und reinsten Menschen, welche unser jüdisches Volk hervorgebracht hat." (Zitiert nach der weiter unten verlinkten Kurzdarstellung von ureda.)

Goethe: "Die alles ausgleichende Ruhe Spinozas kontrastierte mit meinem alles aufre-genden Streben .. und .. machte mich zu seinem leidenschaftlichen Schüler, zu seinem entschiedensten Verehrer." Aus: "Dichtung und Wahrheit"


Literatur, Sekundärliteratur und Links zu Spinoza

Literatur:
  • Kurze Abhandlung 1658/60 (Frühe Stufe der Ethik)
  • Theologisch-Politisches Traktat 1665/70
  • Ethik, nach geometrischer Methode dargestellt 1677 (Hauptwerk)

Sekundärliteratur:
  • Rowohlt Monographie Spinoza

Spinoza im Internet:


Anmerkungen

Anm. 1: Eine Zusammenstellung von Beschimpfungen und Belobigungen gibt Weisch-edel. - Zurück zum Text

Anm. 2: [Im Im dtv-Atlas Philosophie wird Spinoza mit den Worten zitiert: "Wenn es aber Leute gibt, die meinen, daß Gott und Natur (worunter sie eine Masse oder eine körperli-che Materie verstehen) eines und dasselbe seien, so sind sie ganz und gar im Irrtum." Wenn man diesen Satz nun als Absage an den Pantheismus auffaßt, dann widerspricht dies anderen Äußerungen Spinozas. Ich verstehe den Satz so, daß Gott sich nicht in dem erschöpft, was wir als materielle Natur erleben. Gott ist auch noch Bewußtsein und Gott ist darüberhinaus (nach Spinoza) in unendlich weiteren Attributen existent, die wir nicht kennen. Auch  Hegel hat sich vom Pantheismus abgegrenzt. Aber dies war entweder Taktik oder Blindheit des Subjekts für sich selbst, bzw. für seine Schöpfungen.] Zurück zum Text

Anm. 3: Spinoza hat sich - im Gegensatz zu vielen Beschimpfungen - selbst also nicht etwa als Atheisten gesehen. [Allerdings gibt es bei ihm das gleiche Problem wie bei  Anselm. Wenn man Gott mit dem Sein gleichsetzt, wird der Begriff so weit, daß die Gefahr besteht, am Ende nur noch ein Wort zu retten, aber nicht, was ursprünglich mal mit diesem Wort verbunden war.] Zurück zum Text


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