Das äquivoke Wesen von Natur und Vernunft: Es gebe die rohe, unentwickelte Natur mit dem puren Recht des jeweils Stärkeren, und eine archaisch-sinnliche, verlockende Natur, die Lust und Glück verspreche. Vernunft sei zugleich Bedingung von Emanzipation wie von Herrschaft. Der einfachste Akt der Abstraktion schaffe schon eine Distanz zwischen Menschen und Natur und löse eine frühere Einheit auf. [Anders ist Erkenntnisfortschritt aber überhaupt nicht zu erreichen. Außerdem werden viele Philosophen und Naturwissen-schaftler einwenden, daß wir von Anfang an immer nur ein subjektives Abbild von der uns umgebenden Natur hatten, das mit dem Objekt nicht übereinstimmt. (Siehe Evolutionäre Erkenntnistheorie) Eine Einheit mit der Natur gab es nur vor dem Auftreten erster Bewußtseinsansätze.] Die historischen Gestalten, in denen Vernunft sich formiert habe, hätten stets ein latent regressives Moment enthalten. Immer unwahrscheinlicher werde eine Versöhnung zwischen Natur und Vernunft, die ohne Herrschaftszwang in ein freies Verhältnis zueinander treten. [Grün-fundamentalistische Auffassungen.]