Willensfreiheit und Prädestination: Der Mensch sei seit dem Sündenfall Adams notwen-digerweise sündig. Er könne gar nicht anders als sündigen und den Tod, der Sünde Sold (
Paulus), erleiden. [
Sünde ist nach christlichen Vorstellungen wohl bemerkt, wenn man sich nicht an die willkürlichen Maßstäben Gottes hält.] Gott aber in seiner Barmher-zigkeit und Güte erlöse den Menschen. Aber nicht alle! Einige erlöse er und andere erlöse er nicht. Nach seinem geheimen und weisen Wohlgefallen habe er von vornherein einige für die ewige Glückseligkeit und andere für die ewige Folter bzw. Verdammnis vorherbestimmt (prädestiniert). Fast das Gleiche findet man später bei
Calvin. [Das Augustinus das so gesehen hat, wird hin und wieder bestritten. Dabei geht es meiner Einschätzung nach aber nur darum, daß Menschen ihr Idol verteidigen und offensichtliche Aussagen ignorieren, uminterpretieren oder als unwesentlich abtun. Ich kenne dieses Vorgehen aus der Auseinandersetzung mit Marxisten und Nietzsche-Anhängern.]